Andere Seiten
Archiv

Archiv für die Kategorie „Die SEO mit der Maus“

Viele Leute würden gern das Internet und seine Möglichkeiten nutzen, um ein wenig oder auch viel Geld zu verdienen. Ebay ist nicht immer die richtige Lösung, besonders wenn man eine pfiffige Idee hat, mit der man eine Nische besetzen könnte.

Einen Internetshop einzurichten erforderte bisher einen Experten mit dem nötigen Knowhow , und der kostet Geld. Geld wollte man aber eigentlich erst einmal verdienen, nicht unbedingt investieren…

Für alle, die sich zwar heimisch fühlen im www, aber nicht über Programmierkenntnisse verfügen, nicht so genau wissen, was eigentlich hosten ist oder woher man webspace bezieht,  gibt es seit kurzem eine tolle Lösung: Das Jimdo Shopsystem!

Bei Jimdo findet sich alles unter einem Hut, anfängertauglich und nachvollziehbar präsentiert.

Von A-Z wird man der Reihe nach durch den Einrichtungsvorgang eines Online-Shops geführt.

Ein Beispiel:

Ein Lakritz-Onlineshop soll erstellt werden. Bei Jimdo kostet das Businesspaket all inclusive 9,99 € monatlich. Das ist ein Betrag, den man verschmerzen kann, auch wenn es nicht so läuft mit dem neuen Shop. Registrieren, bestellen, fertig.

Kein HTML-Editor, nix zusammenpuzzeln in Datencontainern, kein Hochladen, bei Jimdo passiert alles direkt und online.

Man gibt zunächst die gewünschte Domain an, Jimdo kümmert sich um die Anmeldung.

Das Basis-Layout wird unter sichtbaren Vorschlägen ausgewählt, schnell findet man sich in die Bedienoberfläche ein und fängt an zu experimentieren.

Der Style von Überschriften, Links und Text ist wählbar, für das Header-Motiv steht eine Auswahl zur Verfügung, man kann aber auch ein eigenes Bild einfügen.

Hintergrundfarben und –muster werden angeboten, und alles ist mit wenigen Mausklicks zu übernehmen. Man sieht das Ergebnis sofort und kann so komfortabel entscheiden, was besser gefällt.

Das Prinzip ist einfach: Man zeigt mit der Maus auf das, was man bearbeiten will, und schon erscheint ein Fenster mit Optionen. Das dicke „+ “ beispielsweise bedeutet „Neues Element hinzufügen“.

Angeklickt erscheint die Auswahl: Textfeld, Bild, Bild mit Text, Überschrift, Bildergalerie, YouTube-Video, usw. und auch „Shop -Produkt“.

Bei letzterem lädt man mit zwei Klicks ein Produktfoto  hoch, fügt einen Preis ein, schreibt  noch einen kleinen Produkttext – fertig.

Versandoptionen, AGBs, Impressum, Kontaktformulare und auch Shop-email, alles ist ähnlich einfach zu erstellen. Dabei kommen auch die Feinheiten nicht zu kurz:  JimDo bietet  Optionen zur Suchmaschinenoptimierung, ein Modul für Flash-Animationen, eine Bestellungsübersicht und Statistiken. Der Support ist fix und freundlich, falls doch mal spezielle Fragen auftauchen, die im Forum noch nicht beantwortet wurden.

Auch hier gilt learning by doing.

Der Lakritzshop jedenfalls ist jetzt nicht mehr nur eine Idee, er ist online, sehr übersichtlich und userfreundlich und funktioniert prima.

Holländisches Lakritz ist in Deutschland sehr beliebt, aber nicht an jeder Ecke erhältlich. Per Onlinebestellung kann man sich jetzt seine Lieblingssorten nach Bildern oder Beschreibung aussuchen, der Lakritz-Experte wiegt es aus großen Gläsern nach Wunsch ab und sendet es zu Ihnen nach Hause.

Man muss gar nicht mehr einen Jahresvorrat bis zum nächsten Holland-Urlaub in Tupperschüsseln  bunkern!

Ein gelungenes Beispiel für die Möglichkeiten des Jimdo Shop-Systems.

SEO ist kein Ausbildungsberuf, man kann keine dreijährige Lehre zum SEO machen, jedenfalls nicht in der klassischen Form.

Der Begriff ist schon fast ähnlich differenziert wie die Berufsbeschreibung “Ich mach was mit Computern”, deshalb unterscheiden wir zunächst in ‘SEO machen’ und ‘SEO sein’.

“Ich mache SEO” können Leute sagen, die irgendetwas unternehmen, damit ihre Seiten besser von den Suchmaschinen gefunden werden. Das können viele verschiedene Sachen sein, jeder kann etwas anderes gut.

Es gibt viele Textproduzenten unter ihnen, die schreiben einem jeden Text, den man haben will, wenn man content benötigt: Produktbeschreibungen, Artikel, Blogs; Wenn man ein Genie im Programmieren ist, sich aber besser in html-tags  als in beschreibender Sprache auszudrücken vermag, greift man gern auf sie zurück.

Dann gibt es die Adwords-Fraktion, das sind eher so Zocker-Gemüter, die es lieben auf etwas zu setzen und zu spekulieren. Sie kümmern sich um den Werbe-Anzeigen-Aspekt.

Einige beschäftigen sich nur mit Links, Jäger-und-Sammler-Mentalität.

Sie schachern und schnorren, spammen in Forren (mit einem r reimt es sich nicht, denkt euch einen russischen Akzent).

Die Keyword-Analyse-Experten , die eigentlich alle breitbeinig gehen müssten, weil sie immerzu versuchen, einen breiten Graben zu überwinden: Die versuchen mit wissenschaftlich–mathematischen Mitteln zu messen, was in den Köpfen der User vorgeht, sie berechnen das Gedankengut der Menschen. Sie sind akribisch genau , oft auf dem Weg zum Erbsenzähler, verfügen über wenig Sozialkompetenz und sind in ihrer vertrauten Zerrissenheit oft ehemalige vernachlässigte Scheidungskinder.

Sie alle können von sich behaupten, dass sie SEO machen. (Warum fällt mir jetzt das Lied “Ich hab drei Haare auf der Brust, ich bin ein Bär” ein?)

Seo sein umfasst alles zusammen, dazu noch ein Entwurf  für eine zielgerichtete, langfristige Strategie. Und oft ein Studium in einer fachnahen Richtung. Jeder SEO hat seine Stärken und Schwächen und delegiert, was ein anderer besser oder genauso gut kann, aber es gibt keinen Bereich, von dem er gar keine Ahnung hat.

Jedenfalls in der Abteilung Suchmaschinenoptimierung.

SEO ist englisch und die Abkürzung für Search Engine Optimization = Suchmaschinenoptimierung

Unser Freund Google hat einen treuen Gehilfen: den Googlebot.

Im Shopping-Center/Internet ist das eine Art Roboter-Spürhund mit Scanner-Nase/Software. Der rast pfeilschnell den ganzen Tag durch die Gänge/das www und scannt mit seiner Spürnase alle Neuigkeiten ab.

Man muss es ihm als Ladenbesitzer möglichst leicht und angenehm machen /eine robots.txt Datei erstellen, dann verweilt er und folgt der interessanten Spur/sitemap bis in den Laden oder sogar ins Hinterzimmer.

Der Besitzer hat so lange die Gelegenheit, alle tollen Sachen seines Ladens vor den Scanner zu halten:

All die vielen Empfehlungsschreiben/links, sogar von alteingesessen Familien/links mit hohem Domainalter, und eines von einer Universität/edu-link! Viele verschiedene Informationsbroschüren zu den Produkten/ unique content!

Man legt dem Hund noch eine Spur aus Lekkerlis/keywords, damit er sich den Weg gut merkt und garantiert wiederkommt.

So geht SEO.

Der Köter Googlebot bringt dann alles, was er so eingescannt/gecrawled hat, zu seinem Herrchen/Freund Google.

Der checkt dann durch, ob die Ladenbesitzer auch brav alles so vorzuweisen haben wie er das mag.

So ganz genau weiss allerdings niemand, wie er’s mag/Algorithmus, er verrät es nicht, man muss es selbst herausfinden. Seine Vorlieben ändern sich auch von Zeit zu Zeit, dann probiert er etwas neues Geheimes aus, um die Qualität der Liste noch weiter zu verbessern.

Manche Ladenbesitzer versuchen Google zu täuschen, sie stopfen den Hund zum Beispiel mit viel zu vielen leckeren Würstchen voll, um ihn zu beeinflussen/blackhat SEO.

Aber wenn der dann angerast kommt und Google sieht, dass ihm noch die letzten Wurstzipfel aus der Schnauze hängen/keyword-stuffing, wird er ärgerlich.

Dann hat man erstmal verschissen und rutscht auf der wichtigen Liste für eine Weile ganz nach unten/penalty.

Wer ganz schwer schummelt, fliegt komplett von der Liste/aus dem Index.

Stellen wir uns mal vor, das Internet ist ein Riesen-Shopping-Center, so wie das Centro in Oberhausen, nur noch viel größer.

Die Websites sind die Geschäfte, und alle hätten gern, dass die Kunden zu ihnen kommen, damit sie etwas verkaufen und so ihr Geld verdienen.

Die Kunden sind wir, die User, die Internetnutzer.

Wir treten also ein in dieses Riesen-Shopping-Center und wissen erstmal gar nicht, wo die Glocken hängen.

Wir möchten doch bloß ein Paar bestimmte Turnschuhe kaufen, aber die Ladenstraßen sind so vollgestopft mit Leuchtreklamen, Werbungs-Leinwänden, Luftballons, Pappaufstellern, dass wir überhaupt keine Einzelheiten erkennen können.

Hier kommt unser Freund Google ins Spiel. Google ist so freundlich und hilft uns. Wir sagen am Google- Info-Schalter ( = Google Suchanfrage) nur “Turnschuhe, Nike, Gr. 37″, dann wird sofort eine Liste mit Wegbeschreibungen erstellt, auf der alle Geschäfte stehen, die Turnschuhe von Nike in Gr. 37 haben. Eine sehr lange, gründliche Liste.

Das sind die SERPs (Search Engine Result Pages), die Suchmaschinenergebnisseiten.

Ich habe keine Lust, die alle abzuklappern, warum auch? Ich fang mal gleich mit dem ersten Laden auf der Liste an, wenn ich da das gesuchte Modell finde, kann ich mir den Rest ja klemmen.

Das ist das typische User-Verhalten.

Man klickt auf die ersten Ergebnisse und geht dann auch nicht mehr viel weiter, weil man das Gewünschte wahrscheinlich gefunden hat.

Deshalb versuchen alle Geschäfte, in der Liste auf Platz 1 zu stehen und nicht erst an 57. Stelle.

Wir erinnern uns: die Geschäfte (=Websites) möchten, dass die Kunden zu ihnen kommen und dort etwas kaufen. Die Kunden wählen aber fast immer das erste oder zweite Geschäft auf der Liste, auch wenn ein anderes vielleicht viel schöner eingerichtet ist und freundlicheres Personal hat und auch eine größere Auswahl, wenn der Laden erst auf Platz 92 erscheint, bemerkt man ihn nicht einmal.

Was können also die Ladenbesitzer /Websitebetreiber tun, damit sie ganz vorn auf der Liste stehen, die unser Freund Google verteilt?

Dazu müssen wir erst einmal mehr über unseren Freund Google wissen. Woher weiß der eigentlich, wo man was findet? Werden die Listenplätze verlost, oder wie macht der das?

–> Teil 2, SEO für absolute beginners

Ja, liebe Kinder des Web 2.0, zu meiner Zeit musste man auf der Suche nach Informationen noch mit dem Fahrrad zur Stadtbücherei fahren, mit zwei Taschen voll Büchern am Lenker wieder nach Hause, und dann geblättert.

Ein Inhaltsverzeichnis –das ist so was ähnliches wie die sitemap- schränkte die Suche thematisch ein. Dieses Verzeichnis befand sich auf einem Blatt vor dem eigentlichen Text. Dem Inhaltsverzeichnis konnte man entnehmen, auf welchen Seiten die gewünschte Information eventuell zu finden ist.

Echte Lesezeichen für in die Hand zu nehmen und in ein Buch zu legen markierten die Stellen. Ich hatte sogar eins mit echten gepressten Blumen und der Aufschrift “from the holy land”, aber dies nur am Rande.

So puzzelte man sich zum Beispiel Referate zurecht, aus jedem Buch ein bisschen.

Nix copy&paste, man schrieb man mit einem Stift alle Informationen auf Papier.

Ausdrucken für alle war natürlich auch nicht möglich: es gab ja auch keine Drucker!

Stattdessen bekam man ein Spezialpapier, eine sogenannte Matrize, auf die man sein Werk schrieb (ja, noch einmal mit der Hand, und ohne Korrigiermöglichkeit), die dann im Sekretariat der Schule vervielfältigt wurde. Wie das rein technisch funktionierte, könnt ihr bei Wikipedia unter “Hektographie” nachlesen. Oder in der Stadtbücherei.

Ich liebte den Geruch der frischen Vervielfältigungen. Heute weiss ich, dass es der Geruch von Ethanol war, der mich so anzog, aber damals war das Schnüffeln ja auch noch nicht erfunden.

Und wenn ihr euch fragt, woher wir denn die Zeit nahmen für all diese umständlichen Verfahren: nun ja, wir hatten halt einen Zeitüberschuss, weil wir nicht stundenlang vor dem PC abhingen…