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Jeff Jarvis ist einer der wichtigen 100 Medienleute in den USA.

Seine ausführliche Vorstellung spare ich uns jetzt mal, bei Interesse nachzulesen z.B. in Jeff Jarvis’ Blog

http://www.buzzmachine.com/about-me/

Sein unlängst in Deutschland erschienenes Buch “Was würde Google tun?” stellt die Denkungsart und die Strategien des Internet-Giganten vor und wendet sie theoretisch auf viele verschiedene Geschäftszweige an.

Jeff Jarvis Google

Schnell erkennt man das Muster, den roten Faden, der sich durch alle Denkmodelle zieht, im Kleinen wie im Großen. Karelischer Landfrauenverband oder DELL, Pizzeria um die Ecke oder Mähdrescher-online-Shop, sie alle könnten von googeligem Denken profitieren.

Dell hat inzwischen schon.

Weltweite Energieprobleme, Glaubenskriege – go google!

Man könnte sogar ausprobieren, wie es läuft, wenn man seine Beziehung etwas googeliger führt. Schlagworte: Dezentralisieren, gegenseitiges Vertrauen, vereinfachen, Transparenz.

Klingt das nicht vielversprechend?

Manchmal, das muss ich einräumen, rutscht er ein bisschen aus in seinem Schwung. Versicherungen, die nach Intelligenz gestaffelte Beiträge anbieten. Wie ist das zu verstehen? Verursachen denn minder intelligente Menschen mehr Schäden als intelligente? Müsste man dann nicht auch die Riesen-Schadenssumme der Versicherungsbetrüger gegenrechnen, die ja nicht aus der minder-intelligenten Klientel stammt? Wer misst die Intelligenz? Haben geistig Behinderte dann die höchsten Beiträge? Da habe ich schon arg die Stirn gerunzelt.

Aber dann fiel es mir auf: So meinte er das gar nicht! Nach Intelligenz gestaffelte Versicherungsbeiträge haben wir ja längst: die günstigeren Tarife für Frauen in der Auto-Versicherung! :-)

Es ist wirklich unterhaltsam, es macht Spass das Buch zu lesen und Jarvis’ Visionen zu folgen.

Im Hinterkopf immer der Fanta4-und-Grönemeyer-Song “Es könnte so einfach sein,…”

2 Kommentare to “Jeff Jarvis: Was würde Google tun?”

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