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Also, was sagt ein PageRank-affiner SEO 2010 zu seinen Kunden?

“Kommt auf die Pommes was drauf?”

The Master himself gibt wichtige Tipps für alle Blogger, die gelesen werden möchten

Bei maischi.de stieß ich auf dieses Video, und seine Beschreibung hat mich neugierig gemacht. Eine Dreiviertelstunde lang nüchternen Theorien über erfogreiches, suchmaschinenoptimiertes Bloggen in American English zu lauschen, stellt man sich wenig anregend vor. Nicht so bei Matt Cutts!

Es ist ein Genuss, wie flapsig und locker er einen 45 Minuten im Bann hält, pure Unterhaltung. Die Tipps, eigentlich elementares Wissen, bekommt man so nebenbei sehr verständlich vermittelt.

Ich habe die Teilnehmer dieser Veranstaltung so beneidet, dass ich in der folgenden Nacht davon geträumt habe:

Ich saß bei “Wer wird Millionär?” als Kandidatin, Herr Jauch fragte mich “Und was wollen Sie jetzt mit den 64.000 anfangen?”, und ich antwortete glücklich: “Zum nächsten Wordcamp in die Staaten fliegen und Matt Cutts live erleben!”…

Seufz. Also, Vorhang auf, hier isser (nein, nicht der Jauch):

via searchengineland

Die üblichen guten Vorsätze wie “aufhören zu rauchen”, “weniger trinken” oder “öfter die  Liebste statt den Monitor ansehen” sind wie jedes Jahr schnell vergessen, untergegangen im Alltagstrott. Von lieben Gewohnheiten trennt man sich halt furchtbar ungern.

Das neue SEO-Jahr dagegen wird ernster genommen, steht es doch im Ranking der persönlichen Prioritäten  ungleich höher (oder etwa nicht?).

Verfahrensweisen, die bisher nicht zufriedenstellend gewirkt haben, werden verworfen, neue Ansätze müssen her, irgendwie muss es doch zu schaffen sein, auf den begehrten vorderen Listenplätzen zu landen, Erfolg zu haben, Geld zu verdienen.

Auch hier greift der sehr gelungene Werbeslogan: “Fragen Sie jemanden, der sich damit auskennt.”

Die, die sich damit auskennen, finden wir leider nicht in den Gelben Seiten, das wäre zu einfach.

Man muss ihnen auf der Spur bleiben, immer bereit, ihre kostbaren Weisheiten, die sie hier und da fallenlassen, aufzusammeln wie in Kriegszeiten den Pferdemist für’s Gemüsebeet, dann kann man im nächsten Jahr durchaus mit reicher Ernte belohnt werden.

Hier ein paar gesammelte, noch nicht abgelagerte  Apple Äppel:

  • Zukünftig wird die Ladezeit einer Seite von großer Relevanz sein und in das Ranking einfließen. Google will das Web noch schneller machen, Caffeine ist erst der Anfang. Damit die Site-Betreiber brav mitmachen, soll die Ladezeit einer der ca. 200 relevanten Aspekte der Bewertung für das Ranking werden. Dafür gibt es in den Webmaster-Tools eine experimentelle Funktion, in der die Geschwindigkeit der eigenen Site getestet wird und Vorschläge zur Ladezeitsenkung gemacht werden. Also: schickt eure Seiten auf Speed!

(Google’s Spamjäger und Software Ingenieur Matt Cutts)

  • Stop talking, begin listening!” Ein sehr wertvoller Tipp, zuletzt ausgesprochen von Bill Hunt, u.a. Co-Autor des Bestseller-Buchs “Search Engine Marketing, Inc.” auf der Search Engine Strategies (SES) Konferenz in Berlin. Auch Jeff Jarvis plädierte schon nachdrücklich dafür in seinem Buch “Was würde Google tun?”. PR-Arbeit muss zukünftig nicht mehr den “Macht es den Leuten schmackhaft”-Charakter haben, sondern den “Hört den Leuten zu und gebt ihnen, was sie wirklich möchten”
  • In Sachen Keyworddichte kommt es nicht so sehr auf das Erreichen des angeblichen Optimalwerts von 3,765767 % an, sondern mehr auf eine vernünftige Verteilung, ließ Alan Webb vom Abakus-Internet-Marketing wissen. Es ist nicht nötig, dem User ein keyword in den Schädel zu hämmern, da die Keyworddichte auch nur 17 % der Kriterien des Google – Algorithmus ausmacht. (Woher weiß der das bloß?)
  • Kontrovers diskutiert wurde auf der SES die These von “Mediadonis” Marcus Tandler: “Content ist nicht King, sondern höchstens Prinzessin. Links sind King!“

Laut Matt Cutts’ Vortrag auf dem letzten Wordcamp sollte man aber besser beides pflegen. Glaubwürdiger, nicht übertrieben suchmaschinenoptimierter Content und gesunde, organisch aufgebaute Links, so mag es Google.

Übrigens: Auch bei den Links gilt “Klasse statt Masse“!

  • Und noch einmal Matt Cutts: Ja, sprechende URLs sind wichtig. Ein Detail zwar, aber warum darauf verzichten? It works…

verblendung-der-film-151x240 Meistens ist man als Leser eines geschätzten Buches von der Verfilmung desselben enttäuscht. Zu sehr weichen die filmischen Bilder ab von denen, die im Kopf beim Lesen entstehen, die gelesenen Gedankengänge der Akteure sind oft in den visuell umgesetzten Bildern kaum zu identifizieren.

Trotzdem entschloss ich mich mir die Verfilmung von Stieg Larssons “Verblendung” im Kino anzusehen.

Überaus spannend, das war ja eigentlich klar bei der Vorlage, ziemlich gelungen in der Auswahl der Darsteller. Echte Typen/Gesichter/Persönlichkeiten, nicht der amerikanische Einheitsbrei der Schönen.

Heute, am Tag danach, stelle ich fest, dass mir zwei Szenen nachhaltig immer wieder im Kopf herumspuken, und beide haben mit Sex zu tun.

Eigentlich habe ich überhaupt nicht diesen weit verbreiteten voyeuristischen Zug an mir, ich sehe nicht gern anderen Leuten beim Sex zu und finde, dass so etwas “privat gehört”, auch wenn ich mit dieser Ansicht allmählich in die gesellschaftliche Abteilung Dinosaurier falle.

Sehr auffällig aber war, dass der einzige Lacher im Publikum während des gesamten Films durch eine Sexszene ausgelöst wurde.

Die harte, unnahbare Computer-Hackerin Lisbeth Salander schlüpft wortlos bei ihrem in menschlicher Mitte gehaltenen Filmpartner Mikael Blomkvist ins Bett, besteigt ihn, (t)reibt sich bis zum Orgasmus und klettert wieder runter. Als sie sich zur Tür wendet, fragt er verwirrt “Gehst du schon?” Und da kommt der Lacher im Publikum.

Ein Lacher aus Überraschung über die Umkehrung des Gewohnten.

Sie benutzt ihn. Dass an der Stelle gelacht wird, sagt wohl einiges über herrschende sexuelle Gleichberechtigung aus, oder?

Die andere Szene wiegt schwerer.

Lisbeth ist zuvor von ihrem “Amtsvormund” schwer misshandelt und vergewaltigt worden. Sie sucht ihn erneut auf, lässt ihn einen Moment in seinem Glauben an seine überlegene Machtposition, und dann handelt sie.

Mit einem Elektroschocker macht sie ihn schnell und unerwartet kampfunfähig. Als er wieder zu sich kommt, liegt er nackt und gefesselt auf dem Boden. Lisbeth zieht einen Dildo aus ihrem Rucksack und rammt ihn ihrem Peiniger genauso gnadenlos rein wie er ihr zuvor.

Kein Lacher im Publikum.

Aber: ich sehe eine Frau die berühmte Beckerfaust machen, begleitet von einem leisen, ausdrucksstarken “Ja!”

Puh.

Da haben wir jahrelang über schwere Kindheiten, Täter-Opfer-Ausgleich, Empathietraining und ähnliches diskutiert, und dann bekommt man so etwas serviert. Gefährlich verlockend. Befreiend. Macht kaputt, was euch kaputt macht. Sprich die Sprache deines Feindes, damit er dich versteht.

Nicht, dass ich Gegengewalt für eine Lösung hielte, aber es tat gut, das muss selbst ich Weichgespülte gestehen…

Als ich neulich “…Alltags-Kleidung” las, las sich das für mich wie (engl.) “all tags”, und ich sah vor meinem inneren Auge ein Kleid mit einem tagcloud-Muster.

Wenn man tagtäglich mit SEO zu tun hat, dann kann sich das mächtig im Alltag  niederschlagen.

Dass man gewisse Dinge “nicht auf dem Schirm” hat, dass einem etwas “von der Festplatte gerutscht” ist und man sich morgens hoch- und abends runterfahren muss, ist ja schon gewöhnlicher Sprachgebrauch.

Aber es geht noch viel weiter:

“Ich muss mir noch eine Hose optimieren”, als ich die Hose kürzen wollte.

“Ich habe dir einen Text gepostet”, als ich meinem Kind einen Zettel geschrieben habe.

“Geh, log dich mal im Bad ein”, als ich mein Kind unter die Dusche schickte.

“Oh, hier ist wohl nofollow”, als ich mit dem Auto in eine Sackgasse fuhr.

“Was waren denn die keywords?”, als ich den Aufsatz meines Kindes nachguckte.

“Sind die irgendwie verlinkt?”, als ich ein Verwandtschaftsverhältnis erfragen wollte.

Zum Glück verstehen mich meine Kinder.

Hilfsbereit schlagen sie mir vor, ich solle mein Gehirn mal defragmentieren;

Wenn ich frage, wo denn die neue Freundin wohnt, zeigen sie mir eine Satellitenansicht auf Google Maps, meine neue Bekanntschaft finden sie nicht kompatibel und beim Scrabble schießen sie den Vogel ab mit “Programmkompatibilitätsassistent”.

Nur manchmal gucken sie mich zweifelnd an, zum Beispiel wenn ich mir zu Hause die Taschen nach meiner Karte abklopfe, weil ich mich ausstempeln will, bevor ich in den Garten gehe um eine Zigarette zu rauchen…

Die Google Booksearch erregt die Gemüter wie die Erfindung der Buchdruckkunst

“Paris ebnet Google den Weg” titelte heute das Handelsblatt.
Googles Riesenprojekt einer Internet-Bibliothek ist einen weiteren Riesenschritt voran gekommen.

Die französische Nationalbibliothek stellt sich überraschend den Google-Scannern zur Verfügung. Eine riesige, weltweite Bestands-Digitalisierung ist der Plan, und 30 große, renommierte Bibliotheken wie die von Harvard, Princeton oder Oxford sind schon dabei. Und, man lese und staune, die Bayerische Staatsbibliothek.
Die größeren EU-Mitgliedsländer befürworten das Projekt, Deutschland sperrt sich störrisch.

“Es kann nicht angehen, dass der freie Zugang zu unserem kulturellen Erbe monopolisiert und den Kapitalinteressen einer einzigen Firma unterworfen wird.” läßt Kulturstaatssekretär Bernd Neumann verlauten.
Ja, wo war der denn in den letzten Jahren? Ist doch längst geschehen!
Über 10 Millionen Werke wurden bereits ins Netz gestellt. Das ist doch albern.
Und außerdem: Sie nehmen uns doch nichts weg, sie machen es nur für alle zugänglich!

Deutsche Politiker und Internet-Fragen, das geht nicht so gut zusammen.
Wie sollen sie sich damit auch auskennen, sie waren ja immer mit Regieren beschäftigt und hatten keine Zeit, um Internetfreaks zu werden.
Sie könnten vielleicht mal die Freaks als Berater in wichtigen Internet-Angelegenheiten befragen, eben die, die sich damit auskennen. Chaos Computer Club meets Merkel oder so.

Mit der Google Booksearch verhält es sich ähnlich wie mit der vertrauten Google Suchmaschine: Informationen werden erfasst, sortiert und für alle Interessenten kostenlos zur Verfügung gestellt.

Was ist daran schlecht?
Es spricht so viel dafür: Die EU-Medienkommissarin Viviane Reding äußerte gegenüber dem Handelsblatt, dass 90 % aller weltweit archivierten Bücher nicht mehr gedruckt und somit auch nicht mehr öffentlich zugänglich seien. Die EU-Kommission begrüße neue Geschäftsmodelle, die diese Inhalte wieder zu den Konsumenten bringen.

Natürlich kann das niemand aus reiner Menschenfreundlichkeit tun, natürlich müssen die Herren Google daran verdienen. So viel Mühe muss doch belohnt werden!
Sie hätten es ja auch ganz anders machen können, direkter. Man stelle sich vor, jede Suchanfrage würde Geld kosten, was würde das denn für ein Bildungsgefälle geben?

Nein, nein, so ist’s schon besser, wer fleißig arbeitet, darf auch entsprechend verdienen, niemand an Googles Stelle würde es anders machen, und das Gemeinwohl hat ja bisher üppig profitiert. Google ist nahezu unverzichtbar geworden.

Ein weites Feld ist selbstverständlich die Sache mit den Urheberrechten und den Autoren.
Wenn Google nur Bücher einscannen würde, deren Copyright bereits abgelaufen ist, wäre das Problem vielleicht schon vom Tisch. Vielleicht.

Aber Google nimmt sich auch Bücher, wo das noch nicht der Fall ist und hat in den USA mit dem Schriftstellerverband ausgehandelt, dass alle betroffenen Autoren sich bis zu einem bestimmten Stichtag melden können, dann bekommen Sie eine einmalige Zahlung.
Ob dieser Deal gut oder schlecht ist, ist schwer zu überschauen. Wenn die Alternative wäre, gar nix zu bekommen, ist er wohl gut.

Das Dilemma ist ähnlich wie in der Musikszene. Seit es Technologien zum freien Austausch gibt, schreit die Branche förmlich nach neuen Urheberrechtsregelungen. Da kommt man nicht mehr drumrum, das ist offensichtlich.

Bei aktuellen Büchern kooperiert Google übrigens schon mit mehr als 20.000 Verlagen.
“Wir bieten den Verlagen gratis eine Werbeplattform, und wir machen nur ein Fünftel des Textes zugänglich”, so ein Googlesprecher.
So bleibt der Kaufanreiz bestehen, wird sogar gesteigert.

Alle profitieren, der User, der sich einen Vorab-Eindruck bequem verschaffen kann, der Buchhandel, weil das Buch nach wie vor gekauft werden muss, und Google über die Werbung. Eine runde Sache.

Der ganze Hype erinnert in seiner Struktur an Martin Luthers deutsche Bibel.
Gutenberg erfand die Buchdruckkunst und machte damit die von Luther übersetzte Bibel für alle zugänglich. Welch eine Revolution!
Nun konnten die Menschen sich selbst überzeugen, was “gottgewollt” war und was man ihnen unter diesem Werbeetikett nur verkaufen wollte.

Man denke nur an die Ablassbriefe, mit denen man sich vom Fegefeuer freikaufen konnte (und die Kirche ihre Kreuzzüge finanzierte)!
Weh und Ach schrieen nur die, die nicht länger durch ihre alleinige Bibelhoheit Macht ausüben konnten…

Und vielleicht hätte Luther auch Adsense-Anzeigen in den Bibelseiten geschaltet, wenn sie ihm neue Einnahmen verschafft hätten, die er für sein nächstes Projekt hätte verwenden können.

Vielleicht “das Recht auf Brennholz für alle, nicht nur für Waldbesitzer” in Anlehnung an Googles Vision von umweltfreundlichen, für alle Menschen günstige oder gar kostenlose Energien.
Hier stehen sie, sie können nicht anders…

Ich lernte einen Mann kennen, so Anfang 30.

Irgendwann landeten wir in unserer Unterhaltung beim Thema Feminismus, ich warf  drei, vier mir selbstverständliche Sätze über die Ungleichheit der Rechte von Männern und Frauen in Deutschland und weltweit dahin.

Er, ein bis dahin aufgeschlossener, moderner, junger Mann schaute mich fragend an, überlegte noch einmal nach innen, das sah man ihm an, und sagte dann zu mir: “Nein, da kann ich dir jetzt aber nicht zustimmen. Nicht in Deutschland. Mein Vater erlaubt meiner Mutter auch schon lange alles.”

???

Ein schneller Blick in sein Gesicht – nein, er grinst nicht zynisch, er meint das ernst. Ich musste ein bisschen hysterisch lachen bei der Vorstellung, wie weit ich wohl zurückgehen müsste, um da mal aufzuräumen.

Aber bestürzt bin ich auch, ich glaube darüber, dass mühsam erworbenes Wissen nicht automatisch in die nachfolgenden Generationen einfließt.

Da sollte man doch mehr den Focus drauf halten…

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SEO ist kein Ausbildungsberuf, man kann keine dreijährige Lehre zum SEO machen, jedenfalls nicht in der klassischen Form.

Der Begriff ist schon fast ähnlich differenziert wie die Berufsbeschreibung “Ich mach was mit Computern”, deshalb unterscheiden wir zunächst in ‘SEO machen’ und ‘SEO sein’.

“Ich mache SEO” können Leute sagen, die irgendetwas unternehmen, damit ihre Seiten besser von den Suchmaschinen gefunden werden. Das können viele verschiedene Sachen sein, jeder kann etwas anderes gut.

Es gibt viele Textproduzenten unter ihnen, die schreiben einem jeden Text, den man haben will, wenn man content benötigt: Produktbeschreibungen, Artikel, Blogs; Wenn man ein Genie im Programmieren ist, sich aber besser in html-tags  als in beschreibender Sprache auszudrücken vermag, greift man gern auf sie zurück.

Dann gibt es die Adwords-Fraktion, das sind eher so Zocker-Gemüter, die es lieben auf etwas zu setzen und zu spekulieren. Sie kümmern sich um den Werbe-Anzeigen-Aspekt.

Einige beschäftigen sich nur mit Links, Jäger-und-Sammler-Mentalität.

Sie schachern und schnorren, spammen in Forren (mit einem r reimt es sich nicht, denkt euch einen russischen Akzent).

Die Keyword-Analyse-Experten , die eigentlich alle breitbeinig gehen müssten, weil sie immerzu versuchen, einen breiten Graben zu überwinden: Die versuchen mit wissenschaftlich–mathematischen Mitteln zu messen, was in den Köpfen der User vorgeht, sie berechnen das Gedankengut der Menschen. Sie sind akribisch genau , oft auf dem Weg zum Erbsenzähler, verfügen über wenig Sozialkompetenz und sind in ihrer vertrauten Zerrissenheit oft ehemalige vernachlässigte Scheidungskinder.

Sie alle können von sich behaupten, dass sie SEO machen. (Warum fällt mir jetzt das Lied “Ich hab drei Haare auf der Brust, ich bin ein Bär” ein?)

Seo sein umfasst alles zusammen, dazu noch ein Entwurf  für eine zielgerichtete, langfristige Strategie. Und oft ein Studium in einer fachnahen Richtung. Jeder SEO hat seine Stärken und Schwächen und delegiert, was ein anderer besser oder genauso gut kann, aber es gibt keinen Bereich, von dem er gar keine Ahnung hat.

Jedenfalls in der Abteilung Suchmaschinenoptimierung.

Ich kannte mal jemanden, der hieß “Thamm” mit Nachnamen und lebte eine Weile in London.

Jeder Brite sprach seinen Namen “Thämm” mit gelispeltem ti-eytsch aus, und eines Tages war er das Korrigieren und den Hinweis auf das harte deutsche “T” leid und stellte sich immer gleich in der britischen Version vor.

Da er aber seinen deutschen Akzent nicht leugnen konnte, klang das ti-eytsch immer wie ein “S”, also “Säm”, und dieser Name ist ihm für’s Leben geblieben.

Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich nach langer Zeit erfuhr, dass “Sam” gar nicht wirklich so heisst, sondern R. Thamm…

Und dann gibt es noch den Rapper Curse, der eigentlich mit Nachnamen Kurth heisst.

Jede Wette, dass der Künstlername ähnlichen Ursprungs ist wie “Sam”!

Ja, und SEO? Klarer Fall: Kommt von “Theology”.

Alles Theologen mit ti-eytsch, die nach den Geboten Ihres Gottes Google leben.

Und Vorsicht, falls ein Rebell vom Baum der Erkenntnis kosten will:

die einen fliegen aus dem Garten Eden, die anderen aus dem Index…

SEO ist englisch und die Abkürzung für Search Engine Optimization = Suchmaschinenoptimierung

Unser Freund Google hat einen treuen Gehilfen: den Googlebot.

Im Shopping-Center/Internet ist das eine Art Roboter-Spürhund mit Scanner-Nase/Software. Der rast pfeilschnell den ganzen Tag durch die Gänge/das www und scannt mit seiner Spürnase alle Neuigkeiten ab.

Man muss es ihm als Ladenbesitzer möglichst leicht und angenehm machen /eine robots.txt Datei erstellen, dann verweilt er und folgt der interessanten Spur/sitemap bis in den Laden oder sogar ins Hinterzimmer.

Der Besitzer hat so lange die Gelegenheit, alle tollen Sachen seines Ladens vor den Scanner zu halten:

All die vielen Empfehlungsschreiben/links, sogar von alteingesessen Familien/links mit hohem Domainalter, und eines von einer Universität/edu-link! Viele verschiedene Informationsbroschüren zu den Produkten/ unique content!

Man legt dem Hund noch eine Spur aus Lekkerlis/keywords, damit er sich den Weg gut merkt und garantiert wiederkommt.

So geht SEO.

Der Köter Googlebot bringt dann alles, was er so eingescannt/gecrawled hat, zu seinem Herrchen/Freund Google.

Der checkt dann durch, ob die Ladenbesitzer auch brav alles so vorzuweisen haben wie er das mag.

So ganz genau weiss allerdings niemand, wie er’s mag/Algorithmus, er verrät es nicht, man muss es selbst herausfinden. Seine Vorlieben ändern sich auch von Zeit zu Zeit, dann probiert er etwas neues Geheimes aus, um die Qualität der Liste noch weiter zu verbessern.

Manche Ladenbesitzer versuchen Google zu täuschen, sie stopfen den Hund zum Beispiel mit viel zu vielen leckeren Würstchen voll, um ihn zu beeinflussen/blackhat SEO.

Aber wenn der dann angerast kommt und Google sieht, dass ihm noch die letzten Wurstzipfel aus der Schnauze hängen/keyword-stuffing, wird er ärgerlich.

Dann hat man erstmal verschissen und rutscht auf der wichtigen Liste für eine Weile ganz nach unten/penalty.

Wer ganz schwer schummelt, fliegt komplett von der Liste/aus dem Index.